Luxemburg / Aktualisierter Klimaplan: Solaranlagen sollen entlang von Autobahnen gebaut werden können

Zieren Photovoltaikanlagen bald den Autobahnrand? Der aktualisierte Klimaplan sieht diese Möglichkeit vor.
Vorfinanzierung von Solaranlagen, Ausbau erneuerbarer Energien entlang der Autobahn und Anreize für den Aussteig aus der fossilen Heizung: Das ist die neue Version des Luxemburger Klimaplans.
Umweltminister Serge Wilmes (CSV) und Wirtschaftsminister Lex Delles (DP) haben am Mittwoch die überarbeitete Version des „Integrierten nationaler Energie- und Klimaplan Luxemburgs für den Zeitraum 2021–2030“ (PNEC) vorgestellt. Der „ehrgeizige und pragmatische Plan“ legt die nationalen Klima- und Energieziele fest und beschreibt, wie diese erreicht werden sollen.
Die wichtigste Neuerung: Die Beschleunigung des Ausbaus erneuerbarer Energien. 2030 sollen 37 Prozent des Stroms aus regenerativen Ressourcen wie Wasser-, Wind- und Sonnenenergie stammen. Damit entspreche das Ziel dem oberen Wert der Spanne, der im Entwurf angegeben wurde, geht aus einem Schreiben der Ministerien hervor. „Die Beschleunigung der Entwicklung erneuerbarer Energien ist eine der Prioritäten der Regierung“, sagt Delles.
Um dieses Ziel zu erreichen, wurden Studien zu Solaranlagen entlang von Autobahnen durchgeführt. Mit positivem Ergebnis: Die Vorfinanzierung soll eingeführt werden. Außerdem wurden Analysen zur stillschweigenden Zustimmung bei der Genehmigung durchgeführt. Ähnlich sieht es bei Windkraftanlagen aus. Auch diese sollen näher an Autobahnen und Gewerbegebieten gebaut werden können.
Der Ausstieg aus fossilen Heizungen soll in Zukunft auf freiwilliger Basis erfolgen – und durch Anreize seitens der Regierung attraktiv gestaltet werden. Denn laut Statec „würde ein nur teilweiser Ersatz (50 Prozent) der fossilen Heizkessel am Ende ihrer Lebensdauer durch erneuerbare Energien die Erreichung des Klimaziels bis 2030 nicht beeinträchtigen“, schreiben die Ministerien. Bis 2050 soll der Ausstieg dann schrittweise auf 100 Prozent steigen.
Neue Berechnungen des Statec haben ergeben, dass die Treibhausemissionen bis 2030 um 56 Prozent sinken sollen – womit die gesetzlich vorgeschriebenen Klimaziele erreicht werden würden. Das Fazit der Ministerien: „Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Luxemburg seine Ziele für die Reduzierung der Treibhausgasemissionen seit 2020 eingehalten hat.“
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