Do., 3. April 2025




  1. CESHA /

    Die Dreisprachigkeit Luxemburgs war tatsächlich kein Problem, so lange – wie im Artikel richtig erwähnt – die meisten Kinder zuhause Luxemburgisch sprachen.
    Es war auch (wie ich aus meiner eigenen Kindheit weiss) kein Problem, solange nur wenige Gastarbeiter aus einem Herkunftsland mit romanischen Sprachen ihre Kinder in Luxemburg zur Schule schickten, denn diese Eltern konnten meist in der Nachbarschaft privaten Nachhilfeunterricht für ihre Kleinen bekommen, um sie sprachlich zu integrieren.
    Heute, da die „Stack-Lëtzebuerger“ praktisch nur noch eine Minderheit darstellen, präsentiert sich das Problem ganz anders und meiner Meinung nach sollte man sich fragen, ob eine Dreisprachigkeit ab den ersten Grundschuljahren wirklich noch sinnvoll ist. Man muss die Sprachensituation doch mal objektiv betrachten: „Lëtzebuergesch“ gehört nun einmal zu den deutschstämmigen Sprachen und das Französische wurde dem Land durch fremdländische Besatzungen und eine Oberschicht, welche durch Französischsprechen ihre kulturelle Überlegenheit darstellen wollte, aufgezwungen. Also würde ich es für sinnvoll halten, Immigrantenkindern weiterhin zuerst Luxemburgisch beizubringen und die Alphabetisierung weiterhin in deutscher Sprache durchzuführen, da beide Sprachen miteinander verwandt sind – das Französische könnte dann, ebenso wie jetzt Englisch, erst in späteren Schuljahren gelehrt werden. Das aber würde der derzeit in unserem Land wohnenden francophonen Bevölkerung wohl gar nicht schmecken, obwohl es für die nationale Identität sehr sinnvoll wäre.

  2. Cíntia /

    Es ist großartig, jemanden in Luxemburg zu sehen, der sich gegen Klassenwiederholung ausspricht!

  3. KAYL Pol /

    Lëtzebuerg war bis 1839, territorial gesinn, zweesproocheg. Och zu Baastnech, Orchimont an Neufchâteau waren d’Leit Lëtzebuerger… Loosse mer eis Geschicht net op dat klengt Rescht-Lëtzebuerg vun no 1839 reduzéieren! D’Franséisch huet an der Verwaltung d’Latäin no an no verdrängt, an zwar scho vun der Ermesinde hirer Zäit un (!), net réischt mat der Franséischer Revolutioun. A well de réimesch-franséische Rechtssystem bei äis schéi Wuerzele geschloën hat, zu enger Zäit, wéi et kee Lëtzebuerg méi gouf, mee just nach een Département des Forêts (1794-1814), hunn eis Juristen a Politiker et bäibehalen, an domat eng de facto Zweesproochegkeet geschaaft, eng Zweesproochegkeet déi dunn och an d’Schoulprogrammer agefloss ass, wuel mam Hannergedanken, datt mer dann net zevill ënner dem eesäitegen Afloss vun der Germania sollte geroden [vgl. Däitsche Bond (1815-1866) & Zollveräin (1842-1918)]. Fir mech ass et evident, datt mer scho laang vun Däitschland absorbéiert gi wiere, wa mer keng 3-Sproochegkeet hätten. – P.K.

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